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Warum Arbeit? - Was hieß Arbeit im Arbeitshaus?

Durch einfache körperliche Arbeiten sollten die Insassen an ein „regelmäßiges Leben gewöhnt“ werden. Häufig waren sie jedoch nur billige Arbeitskräfte.

Die Vorläufer von Rummelsburg entstanden im 18. Jahrhundert als Abteilungen von Zuchthäusern wie in Spandau oder von Armen-Krankenhäusern wie im Fall des Friedrichshospitals, der Charité. Die Insassen verrichteten Spinnarbeiten für Textilunternehmen. Außerdem wurde auch eine Tretmühle eingeführt, die durch männliche Insassen betrieben wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde viele Insassen auf städtischen Rieselfeldern und Stadt­gütern im Umland eingesetzt.

Für kommunale Zwecke arbeiten auch viele Rummelsburg-Insassen in Werkstätten wie einer Schuhmacherwerkstatt, einer Schnei­derei sowie einer Großküche oder -bäckerei.

Weiterführende Literatur

Thomas Irmer, The detention of social outsiders between social reform and annihilation - The Municipal Workhouse Berlin-Rummelsburg (1877-1990), in: Incarceration and Regime Change. European Prisons in and around the Second World War, Ralf Futselaar, Helen Grevers & Christian de Vito (eds.), New York/Oxford: Berghahn (Im Erscheinen).

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